| Gojira - Köln - 16.04.2009 |
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| Geschrieben von: Florian Schöler |
| Samstag, den 18. April 2009 um 22:14 Uhr |
Gojira gastierten auf ihrer ersten Headliner-Tour durch Deutschland im Underground. Lest hier, wie es war.Nach dem ich Gojira bereits letzten Oktober zusammen mit Sonic Syndicate vor In Flames gesehen hatte (siehe entsprechender Bericht), war es nun also soweit, dass Gojira als Headliner auf ihrer eigenen Tour auftraten. Statt fand das Ganze im Kölner Underground, als Support hatten die Franzosen die Kölner Band Centaurus-A dabei. Die Vorfreude war verdammt groß, hatte ich Gojira doch ohnehin noch gut vom Oktober in Erinnerung, und sie sollte auch nicht enttäuscht werden.Offizieller Beginn war laut Ticket um 20:00 Uhr, der Einlass sollte um 19:30 Uhr beginnen, ich war also gegen 19:15 Uhr vor Ort, um dann festzustellen, dass Eintritt und Beginn jeweils um eine halbe Stunde nach hinten verlegt wurden. Ärgerlich, aber verschmerzbar, so hatte ich immerhin noch Zeit gemütlich ein Pils zu trinken. Um 20:25 Uhr, also doch wieder etwas zu früh, betraten dann Centaurs-A, die ich bis dahin noch gar nicht kannte, die Bühne und fegten mit ihrem technisch angehauchten Death Metal über die Bühne. Dabei heimsten sie auch gleich ordentlich Applaus ein. Kein Wunder, war der Auftritt der Jungs doch sehr motiviert und spielerisch sowie musikalisch überzeugend. So überzeugend, dass ich mir im Anschluss an ihren Auftritt auch gleich ihre Debut-CD, "Side Effects Expected", käuflich erworben habe. Bei 12€ fiel die Entscheidung nicht sehr schwer. Leider war die Show mit nur 35 Minuten selbst für eine Vorband recht kurz, immerhin spielten ja auch insgesamt nur zwei Kapellen. Centaurus-A mussten außerdem ohne ihren angestammten Schlagzeuger auskommen, der aus familiären Gründen vertreten werden musste. Das tat dem Auftritt jedoch keinen Abbruch. Nachdem die Bühne um das Centaurus-A-Drumset erleichtert und noch letzte Soundchecks durchgeführt worden waren, legten um 21:30 Uhr dann Gojira los und hauten zu allererst den Opener ihres aktuellen Albums "The Way Of All Flesh", Oroborus, als Eröffnungsstück für den Abend raus, woran sich dann auch direkt The Heaviest Matter Of The Universe anschloss. Insgesamt wurde das halbe "The Way Of All Flesh" gespielt, garniert mit einigen Klassikern der Vorgängeralben. Ich persönlich habe allerdings "The Link" vermisst, muss aber auch gestehen, zwei Lieder nicht erkannt zu haben, bei denen ich allerdings auf Titel von "Terra Incognita" tippe, welches ich leider nicht besitze. Über ein Remembrance, The Link oder auch das auch vom Publikum heftig geforderte Embrace The World hätte ich mich doch sehr gefreut (und nicht nur ich). Dafür gab es aber dann so Kracher wie das bereits genannte The Heaviest Matter Of The Universe oder auch Backbone zu Gehör. Gegen Mitte der Vorstellung schlug dann die Stunde von Mario Duplantier, der sich in einem kleinen Solo an seinem Schlagzeug austoben durfte. Wie auch schon im Oktober waren die Jungs gut drauf, eigentlich sogar noch besser als damals, man merkte, dass ihnen die Fannähe wichtig ist, und sie hatten sichtlich Spaß an ihrem Auftritt. Kein Wunder, wurden sie doch nach jedem Titel ausgiebig beklatscht und bejubelt. Joe erwähnte auch mehrmals, wie toll das Publikum sei und dass das ja ihre erste Headliner-Tour duch Deutschland sei. Bei dem Empfang werden sie sicher nochmal wiederkommen. Hoffentlich schon bald. So wurde dann am Ende natürlich auch eine Zugabe gefordert, auf die Joe reagierte mit: "What? What does that mean? Does that mean you want another one?", gefolgt von einem schelmischen Grinsen. Die geforderte Zugabe gabe es dann natürlich auch und bestand aus einem kurzen Instrumental-Stück und anschließend dem Titel Vacuity. Die Lieder wurden optisch untermalt durch wechselnde Hintergründbilder, die auf eine Leinwand hinter der Bühne projiziert wurden und Darstellungen ähnelten, wie man sie aus den Booklets der Alben kennt. Das war sicher nicht unbedingt nötig, lockerte das Ganze aber ein wenig auf. Leider war auch Gojiras Auftritt sehr kurz, der eigentliche Auftritt dauerte gerade einmal 70 Minuten, von 21:30 Uhr bis 22:50 Uhr, mit anschließender Zugabe von gerade einmal einem Stück. Was hätte ich mich gefreut über ein Ocean Planet oder To Sirius oder die bereits erwähnten Titel von "The Link". So bleibt als Fazit ein sehr geiler Abend im Gedächtnis, der allerdings noch genialer hätte sein können, wären einige Titel mehr gespielt worden. Nichtsdestotrotz kann ich jedem, der mit Gojira nur ansatzweise etwas anfangen kann, nur empfehlen, sich die Jungs mal live anzusehen. Ihr werdet es nicht bereuen. Nach dem Auftritt mischten sich Sänger und Schlagzeuger noch unter das Publikum um für Fotos zu posieren und Fragen zu beantworten, was ihnen einen dicken Sympathie-Bonus einbringt. Gojira Setlist: Oroborus The Heaviest Matter Of The Universe Backbone (Terra Incognita?) From The Sky A Sight To Behold The Art Of Dying Drum Solo (Terra Incognita?) Flying Whales Toxic Garbage Island The Way Of All Flash ---------- Instrumental Vacuity |
| Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 18. April 2009 um 22:19 Uhr |




