| In Flames - Köln - 04.10.2008 |
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| Geschrieben von: Florian Schöler |
| Sonntag, den 05. Oktober 2008 um 23:45 Uhr |
Köln in Flammen und ich mittendrin. Ein Bericht zum In Flames-Konzert, die mit ihren "Very Special Guests" Gojira und Sonic Syndicate das Palladium bespielten.Seit Monaten lag die Karte schon auf meinem Schreibtisch und gestern war es endlich so weit. Nach dem letztjährigen Wacken Open Air würde ich In Flames das erste Mal auf einer regulären Tour live sehen und noch dazu mit einer meiner Lieblingsbands der letzten Monate, Gojira, als Vorband, das musste doch gut werden. Doch noch hielt sich meine Vorfreude etwas im Rahmen, da die Befürchtung im Raum stand, dass zu viel vom, meiner Meinung nach, schlechtesten In Flames Album "A Sense Of Purpose" gespielt werden würde, doch dazu später mehr.Es war ca. 19.15 Uhr als ich am Ort des Geschehens, namentlich das Palladium in Köln, eintraf, als mir auch schon die Musik von Sonic Syndicate entegenschwappte. Zu dem Zeitpunkt war schon die Hälfte ihres Auftritts vorüber. Aus diesem und Grund und weil ich weder etwas von Sonic Syndicate kannte noch ihre Musik entsprechendes Interesse gewckt hätte, kann ich nicht viel zu diesem Auftritt sagen. Nichtsdestotrotz war die Stimmung unter denen, die sich die Band ansahen, gut, weshalb ich mal davon ausgehe, dass es nicht ihr schlechtester Auftritt war. Nahezu pünktlich um 19.30 Uhr waren sie dann fertig und es kam die übliche kleine Umbaupause von 10 Minuten, bis das Intro zum Auftritt von Gojira erklang. Nachdem die Techniker zunächst kleinere Probleme damit hatten, die große Flagge Gojiras mit dem Cover des neuen Albums "The Way Of All Flesh" aufzuhängen, lief während des Auftritts alles wie am Schnürchen. Ein Punkt, der sich über den ganzen Abend zog: Die Lichtshow war gut und am Sound gab es im Grunde nichts auszusetzen. Erstaunlicherweise war es auch nicht so laut, wie man es vielleicht von anderen Konzerten gewohnt ist, Gojiras Auftritt konnte ich mir jedenfalls problemlos ohne Gehörschutz geben. Aber wie war denn nun der Auftritt? Mit einem Wort: Geil. "Leider" wurden sehr viele Titel vom demnächst erscheinenden "The Way Of All Flesh" gespielt, sodass ich hier keine Setlist liefern kann, aber ich war erstaunt, wie gut die Titel live rüberkamen. Da war ich vom Probehören auf Myspace zuvor eher enttäuscht worden. Aber es wurden nicht nur neue Titel gespielt, sondern auch Lieder wie Inward Movement, Flying Whales und The Heaviest Matter Of The Universe. Schade nur, dass es kein Embrace The World zu hören gab. Dafür gab es aber gegen Mitte des Auftritts ein kleines, sehr schönes Schlagzeug-Solo vom Herrn Mario Duplantier. Wenn ich das richtig mitbekommen habe, war dieser der erste Auftritt auf einer Tournee in Deutschland von Gojira. Schade, dass dieser dann nur 40 Minuten dauerte und damit schon viel zu schnell wieder vorbei war. Mich haben sie dennoch voll überzeugt und ich kann sie nun nicht nur auf Platte, sondern auch live empfehlen. Danach hieß es dann erstmal warten. Geschlagene 40 Minuten dauerte es, bis gegen 21.00 Uhr die ersten Töne von In Flames erklangen und sie ließen es ruhig angehen, denn der erste gespielte Titel war The Chosen Pessimist vom aktuellen Album "A Sense Of Purpose". Sollten sich meine Befürchtungen also bewahrheiten und es gäbe zu viel vom aktuelleren Material zu hören? Ja und nein, denn Anders Friden kündigte schon bald an, dass man während des Konzerts auch sehr alte Sachen spielen würde, und er sollte (natürlich) Recht behalten. Etwas weniger als die Hälfte der Lieder stammten von den letzten beiden Alben, aber es sollte auch einige Überraschungen geben. Doch zunächst ein paar Worte zu Band und Bühne. Die Jungs um Herrn Friden waren gut drauf, und zeigten Spielfreude, es wurde recht viel mit dem Publikum gesprochen, allerdings gab es nichts wirklich außergewöhnliches zu sehen. Anders wirkte allerdings leicht angeheitert und (vielleicht ja deswegen) stellenweise etwas genervt. Auf der Bühne gab es die für In Flames scheinbar typischen Lichtspielchen (zumindest hatten sie diese auch schon letztes Jahr beim WOA). Ganz zu Beginn des Auftritts wurde allerdings ganz gut für Atmosphäre gesorgt. Es hing ein weißer Stoffvorhang vor der Bühne, sodass man zunächst nur die Schatten der Musiker sehen konnte, was in Verbindung mit den ruhigeren Klängen von The Chosen Pessimist durchaus atmosphärisch wirkte. Als besagtes Lied aber das erste Mal in den Refrain wechselte fiel der Vorhang und dann ging es richtig los. Danach wurden erstmal einige weitere neuere Lieder gespielt, bis dann mit The Hive das erste alte Stück rankam. Doch es sollte nicht das einzige bleiben, mit Satellites And Astronauts, Only For The Weak oder auch The Jester Race folgten noch weitere. Zwischendurch gab es dann mein persönliches Highlight in Form von Pinball Map. Das erst Lied, das ich jemals von In Flames gehört habe. Im Verlaufe des Konzertes wurde nahezu jedes Album mit mindestens einem Lied abgedeckt, der Schwerpunkt lag aber dennoch, wie erwähnt und nicht weiter überraschend, auf den aktuelleren Geschichten. Erstaunlicherweise wirkten die Lieder von "A Sense Of Purpose" live wesentlich besser als auf CD. Als Rausschmeißer fungierte dann noch der Opener von "Come Clarity", Take This Life, und da war das Konzert auch schon vorbei. Negativ fiel auf, dass schon recht früh gesagt wurde, dass man gar nicht erst Lieder durch zurufen wünschen brauche, da man ja eine Setlist habe an die man sich halten würde. Was soll das? Natürlich geht wohl kaum eine Band auf solche Zurufe ein, aber muss man das denn so präsentieren? Das wirkte entsprechend auch leicht hemmend auf die Stimmung, die trotz allem aber immer noch sehr gut war. Außerdem fand ich es schade, dass keine Zugabe gespielt wurde. Zwar haben In Flames insgesamt 105 Minuten gespielt, aber Zeit für ein oder zwei Lieder oben drauf wäre doch sicher noch gewesen. Was bleibt nun als Fazit? Von Sonic Syndicate vermisse ich die 15 Minuten, die ich nicht gesehen habe, nicht, Gojira hätten gerne noch 30 Minuten länger spielen können und von In Flames bekam man größtenteils das, was man erwarten durfte und, bis auf wenige sehr positive Ausnahmen, nicht mehr. Zum Abschluss noch die leider nicht ganz vollständige Setlist. Wer meine Liste ergänzen oder korrigieren kann (siehe besonders die mit (?) markierte Titel), darf dies gerne im Forum tun. In Flames Setlist: The Chosen Pessimist I'm The Highway Vanishing Light The Mirror's Truth Insipid 2000 (?) The Hive Satellites And Astronauts System Pinball Map Delight And Angers Disconnected Cloud Connected Dead God In Me (?) The Jester Race My Sweet Shadow Come Clarity The Quiet Place Only For The Weak Move Through Me Alias Trigger Take This Life |
| Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 05. Oktober 2008 um 23:52 Uhr |




