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Geschrieben von: Florian Schöler
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Dienstag, den 16. März 2010 um 19:32 Uhr |
Nach den Vorstellungen einiger großer Bands in den letzten Reviews ist es nun einmal an der Zeit, sich ein wenig dem Untergrund zu widmen. Vorgestellt werden soll die EP der jungen Siegener Kombo Inhuman Visions.
Wer nicht weiß, wo Siegen liegt, nehme nun bitte eine Landkarte zur Hand und lasse seinen Finger von Köln aus ca. 90km Richtung Ost-Südost wandern. In diesem beschaulichen 100.000-Einwohner-Dorf taten sich Mitte 2007 ein paar Jungs zusammen um Musik zu machen. Nach einigen Besetzungswechseln machte sich die Band Mitte 2009 daran, ihre Musik auf CD zu bannen. Trotz so mancher Querelen und leichtem Mitgliederschwund liegt uns nun eine Version ihrer ersten EP vor.
Die Klänge, welche sich auf dieser EP dem Hörer darbieten, lassen sich nicht in eine Schublade stecken. Sie rangieren von gefühlvollem Klargesang bis zu wütendem Gegrunze, von melodischen Momenten bis zu schnellem Knüppeln. In den ca. 20 Minuten wird dem geneigten Zuhörer verdeutlicht, dass sich Inhuman Visions nicht auf ein Genre versteifen, sondern durchaus eine gewisse musikalische Bandbreite feilbieten.
Eingeleitet wird das Werk von Feuergeist, das von diversen Double Bass-Einlagen untermalt insgesamt einen Rhytmus-lastigen Eindruck hinterlässt. Der Gesang bewegt sich hier zwischen etwas, das an grunzenden Sprechgesang erinnert bis zu geschrieenen Passagen im Refrain.
Mit Ignorance Is Bliss und Four zeigen sich Inhuman Visions von ihrer melodiösen Seite. Für letzteres konnten sie Christoph Weller als Gastsänger gewinnen, dem Sänger der ehemaligen Mindcrime. Erstgenanntes Stück dümpelt stellenweise ein wenig vor sich hin, hat allerdings nach etwa der halben Spielzeit ein sehr interessantes Solo zu bieten. Four ist da schon ein gutes Stück interessanter und wird durch Wellers klaren Gesang weiter aufgewertet. Auch hier werden immer wieder einige hübsche Gitarrensoli eingestreut.
Wie bereits in der Einleitung erwähnt, können die Jungs aber auch anders als rhytmisch und melodiös, was sie mit Rampage sowie Die Today unter Beweis stellen. Hier dominieren schnelles Riffing und die Double Bass. Vom Klargesang wird sich hier ebenfalls verabschiedet. Meines Erachtens nach könnte der Gesang hier noch etwas druckvoller sein. Ansonsten gibt es an den beiden Titeln kaum etwas auszusetzen, es wird nicht einfach drauf losgebolzt, die Bridge von Die Today hat sogar einen gewissen Ohrwurmcharakter. Soli dürfen natürlich auch hier nicht fehlen.
Auch bei den Texten zeigt sich der Abwechslungsreichtum. Von der verflossenen Romanze über den fantastischen Feuergeist bis hin zum mörderischen Die Today wird einiges geboten.
Zusammenfassend bleibt festzuhalten, dass Inhuman Visions auf dieser EP einiges an musikalischem Können und Abwechslung aufzeigen, die auf mehr hoffen lassen.
Fazit: Da steckt einiges an Potenzial drin.
Anspieltipps: Feuergeist, Die Today
Wertung: - / 10
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Weitere Informationen:
VÖ-Jahr: 2010 Spielzeit: 22:19 Genre: Metal Label: Eigenproduktion Homepage: www.myspace.com/blackmoonmetal
Besetzung: Der Tod - Gesang Bastian Klingenberg - Gitarre Dennis Körfges - Gitarre Nico Schmidt - Bass Patrick Handke - Schlagzeug
Titelliste: 01. Feuergeist (4:05) 02. Ignorance Is Bloss (6:20) 03. Four (Featuring Christoph Weller) (5:54) 04. Rampage (2:39) 05. Die Today (3:21) |
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Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 26. März 2010 um 14:34 Uhr |