| Manowar - Kings Of Metal |
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| Sonntag, den 05. Oktober 2008 um 21:08 Uhr |
Packt die Schwerter aus und zieht euren Bärenfelltanga an, denn die Zeit ist gekommen, dass hier endlich mal ein Album vorgestellt wird, welches den Inbegriff von Blut, Stahl, Tod und allem anderen, was im Metal sonst noch wichtig ist, darstellt und selbst die härtesten Männer in ehrfürchtiges Schweigen versetzt: Manowars „Kings Of Metal“!Ein Gastbeitrag von Bartosz Dowhan. Wie bei allen Manowar-Alben stellt sich auch bei diesem die Frage, ob es sich hierbei um brillanten True Metal oder um ödes und lächerliches Gepose handelt. Für mich jedoch steht eindeutig fest, „Kings Of Metal“ ist das beste Album der poserhassenden Poserkönige nach „Hail To England“. Leider bleibt zu befürchten, dass Joey DeMaio und seine Band nie wieder das Qualitätslevel ihres 1988er Albums erreichen werden. Die Nachfolgewerke „The Triumph Of Steel“ und „Louder Than Hell“ sind ebenfalls sehr gute Alben gewesen, doch mit „Warriors Of The World“ ist es langsam bergab gegangen – und über „Gods Of War“ verliere ich mal lieber kein Wort...Widmen wir uns also alten glorreichen Zeiten. Manowar sind zwar schon immer lächerlich gewesen, aber damals haben sie das mit ihrer guten Musik noch überspielen können. Los geht's mit Wheels Of Fire, dem bis dato schnellsten Manowar-Song und eine Ode ans Motorradfahren (Motorräder mit Türen, wenn man sich das Intro ganz genau anhört). Geiler Opener mit ordentlich Thrashappeal. Mit dem darauffolgenden Titelsong Kings Of Metal erheben sich Manowar selbst in den Adelsstand und verlauten lautstark Other bands play, Manowar kill... Zumindest hier nicht ganz zu unrecht. Die Halbballade Heart Of Steel ist der Durchhaltesong des Albums. Allerdings ist die Originalversion nur halb so geil wie die auf Deutsch eingesungene Version Herz Aus Stahl. Sollte man unbedingt mal gehört haben. Sting Of The Bumblebee ist das einzige Joey DeMaio-Basssolo welches ich mir am Stück geben kann, aber ansonsten nicht weiter erwähnenswert. Das mit einer Hundertschaft von Chorsängern in einer Kiche aufgenommene The Crown And The Ring zählt zu den absoluten Höhepunkten des Albums und beweist, dass True Metal auch ohne Gitarren funktioniert. Kingdome Come schwächelt ein bisschen im Vergleich zum Rest des Albums und ist wohl der Song, in den man sich am meisten reinhören muss. Mein persönlicher Favorit wird er wohl nie werden, denn dafür ist er mir zu lahm – aber das werden andere Leute sicher anders sehen. Beim nächsten Song weiß ich nicht, ob ich lachen oder weinen soll, zumindest ist Pleasure Slaves eines der absoluten Manowar-Kultlieder. Musikalisch gesehen wäre der Song nicht hörenswert, wenn da nicht dieser absolut dämliche Text wäre, der selbst den größten Machos dieses Planeten die Fußnägel hochrollen lässt. Hört es euch an, dann wisst ihr, was ich genau meine... Mit dem darauffolgenden Hail And Kill ist aber wieder jeder Ärger wie weggeblasen, schließlich handelt es sich hierbei um eines der besten Metallieder, die jemals geschrieben worden sind – mit Blut, mit Tod und einem der dämlichsten Texte aller Zeiten. Aber dafür lieben wir Manowar schließlich. Grandfather! Tell me a story! Manowar können aber nicht nur Musik, sondern auch Gute-Nacht-Geschichten. The Warriors Prayer könnte als geilste Manowarverarsche der Welt durchgehen, wenn's nicht von Manowar selbst stammen würde. Es gibt wohl nur wenige Bands auf der Welt, die sich selbst so oft und so übertrieben gehuldigt haben, wie Manowar. Die abschließende Hymne Blood Of The Kings beendet ein imposantes Album, welches Manowar in Reinkultur bietet – klischeehafte Texte, einfacher Metal und jede Menge Poserattitüde. Schade, dass es heutzutage leider zu viel Poserattitüde geworden ist... Anspieltipps: Kings Of Metal, Heart Of Steel, The Crown And The Ring, Hail And kill Wertung: 9 / 10 Punkte Weitere Informationen: VÖ-Jahr: 1988 Spielzeit: 48:09 Genre: Heavy Metal Label: ATCO Homepage: www.manowar.com Besetzung: Eric Adams - Gesang Ross The Boss - Gitarre Joey DeMaio - Bass Chris Columbus - Schlagzeug Titelliste: 01. Wheels Of Fire (4:10) 02. Kings Of Metal (3:45) 03. Heart Of steel (5:10) 04. Sting Of The Bumblebee (2:49) 05. The Crown And The Ring (4:50) 06. Kingdom Come (3:56) 07. Pleasure Slaves (5:37) 08. Hail And Kill (5:58) 09. The Warriors Prayer (4:20) 10. Blood Of The Kings (7:29) |




Wie bei allen Manowar-Alben stellt sich auch bei diesem die Frage, ob es sich hierbei um brillanten True Metal oder um ödes und lächerliches Gepose handelt. Für mich jedoch steht eindeutig fest, „Kings Of Metal“ ist das beste Album der poserhassenden Poserkönige nach „Hail To England“. Leider bleibt zu befürchten, dass Joey DeMaio und seine Band nie wieder das Qualitätslevel ihres 1988er Albums erreichen werden. Die Nachfolgewerke „The Triumph Of Steel“ und „Louder Than Hell“ sind ebenfalls sehr gute Alben gewesen, doch mit „Warriors Of The World“ ist es langsam bergab gegangen – und über „Gods Of War“ verliere ich mal lieber kein Wort...