| Stormwarrior - Heading Northe |
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| Geschrieben von: Daniel Popp |
| Mittwoch, den 09. April 2008 um 17:51 Uhr |
Die Wikingmanie greift um sich! Diese Aussage ist eigentlich altbekannt. Allerdings beschränkt sie sich schon lange nicht mehr auf die klassischen Viking-Metal Bereiche im Black-, Death- und Pagan-Metal. Neuerdings werden auch die klassischeren Varianten unserer Lieblingsmusik von diesem Virus infiziert. Jüngstes Beispiel ist die Power Metal Kapelle Stormwarrior die mit "Heading Northe" ihren metallischen Beitrag zur Geschichte der Wikinger liefert. Zunächst einmal und am offensichtlichsten äußert sich das natürlich auf der Textebene. Die einzelnen Lieder drehen sich um die Sehnsucht nach der See und der Heimat im hohen Norden oder um die gewaltsame Christianisierung eben dieser. Bei so einem kriegslüsternen Volk wie den Nordmännern dürfen natürlich auch kämpferische Songs nicht fehlen. Lediglich einmal leisten sich die Hamburger einen Ausflug in andere textliche Gefilde: Metal Legacy glorifiziert in bester True Metal Manier den metallischen Way Of Life und den Zusammenhalt in der Szene.Aber auch im musikalischen Konzept lässt sich die Wikingerthematik durchaus wiederfinden. Vor allem Töne die an ein Rufhorn erinnern prägen diesen Eindruck. Zum ersten Mal treten sie bereits im Intro And The Horde Calleth For Odin auf und lassen sich auch später immer einmal wieder hören, was fast schon nebenbei dafür sorgt, dass das ganze Album den Eindruck macht, als sei es aus einem Guss. Neben diesen Viking-Elementen gibt es aber auch die volle Bedienung mit klassischem Power Metal! Doublebassgeballer, schnelle Licks, ein mitreißender Groove und Hymnen zum Mitsingen prägen diesen Silberling. Über all dem thront die energievolle Stimme von Lars Ramcke wie ein Jarl über seinen Gefolgsleuten. Seine Darbietung beweist einmal mehr, dass klarer Gesang im Power Metal keineswegs etwas mit gequetschten Eiern zu tun hat, sondern - wenn er gut vorgetragen wird - an Power und energetischer Wirkung nicht mehr zu überbieten ist. Was Storwarrior hier abliefern ist ganz großes Kino und braucht sich auch vor den Größen ihrer hanseatischen Heimat nicht zu verstecken. Und wir reden hier immerhin von Namen wie Helloween, Gamma Ray oder Paragon. Was den eigentlichen Charme von "Heading Northe" ausmacht ist allerdings noch einmal etwas ganz anderes: Dieser Scheibe wie kaum einer anderen merkt man an, dass die beteiligten Musiker mit vollem Einsatz bei der Sache sind und ihr gesamtes Leben und ihr gesamtes Herzblut in ihrer Musik steckt. So bietet sich hier ein Erlebnis, das fast schon an eine Live-Show heran reicht. Die Rythmusarbeit knallt einem nur so um die Ohren, die Gitarrenarbeit kommt glasklar und emotional herüber, Lars singt wie junger Gott und schließlich hat man bei Songs wie Metal Legacy oder Remember The Oathe das Gefühl die Pyroeffekte förmlich hören zu können. Dieses Album ist eigentlich genau das, was man von deutschem Metal erwartet: Energiegeladen, schnell und gefühlvoll vorgetragen. Zudem weist es auch noch ein wirklich gelungenes Konzept auf, das keinesfalls so wirkt als hätten die Jungs in einem zur Zeit reichlich überjagtem Gebiet gewildert. Im Gegenteil wirkt es zu jeder Zeit stimmig und wird sogar durch das Cover perfekt abgerundet. Denn auf dem Bug des dort abgebildeten Drachenschiffes befindet sich in Runenschrift noch einmal der Name der Band: Stormwarrior. Diesen Namen sollte sich wirklich jeder Metal-Fan merken. Denn was auf "Heading Northe" geboten wird weist wirklich überhaupt keine negativen Seiten auf. Dieses Album hat mit seinem Ohrwurmcharakter das Potential zu einem Evergreen. Wertung: 10/10 Punkte Weitere Informationen: VÖ-Jahr: 2008 Spielzeit: 45:15 Genre: Power Metal Label: Dockyard 1 Homepage: http://www.stormwarrior.de Besetzung: Lars Ramcke - Gesang, Gitarre Alex Guth - Gitarre Yenz Leonhardt - Bass Falko Reshöft - Schlagzeug Titelliste: 01. And The Horde Calleth For Odin 02. Heading Northe 03. Metal Legacy 04. The Holy Cross 05. Iron Gods 06. Ragnaroek 07. The Revenge Of Asa Lande 08. Remember The Oathe 09. Lion Of The Northe 10. Into The Battle 11. And The Valkykries Ride |
| Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 18. April 2008 um 01:01 Uhr |




Zunächst einmal und am offensichtlichsten äußert sich das natürlich auf der Textebene. Die einzelnen Lieder drehen sich um die Sehnsucht nach der See und der Heimat im hohen Norden oder um die gewaltsame Christianisierung eben dieser. Bei so einem kriegslüsternen Volk wie den Nordmännern dürfen natürlich auch kämpferische Songs nicht fehlen. Lediglich einmal leisten sich die Hamburger einen Ausflug in andere textliche Gefilde: Metal Legacy glorifiziert in bester True Metal Manier den metallischen Way Of Life und den Zusammenhalt in der Szene.