| Enemy of the Sun - Shadows |
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| Geschrieben von: ElCobra |
| Dienstag, den 12. Februar 2008 um 00:11 Uhr |
Waldemar Sorychta ist wieder da! Nachdem Grip Inc. seit 2004 auf Eis liegt, weil Slayer dem Schlagzeugmeister Lombardo nicht genügend Freizeit lässt, war es ein wenig still geworden um die Künste des Gitarrenhexers, der sich die Zeit als Produzent und als Gitarrist der Gothic Metaller Eyes of Eden vertrieben hat. Mit seiner neuen Band Enemy of the Sun gibt es jetzt endlich wieder den gewohnt handelsUNüblichen Sorychta Thrash Metal!
Enemy of the Sun spielen keinen Thrash Metal, wie man ihn an jeder Ecke bekommen kann. Es gibt kaum melodische Singalong Refrains wie bei modernen Bands der Marke Trivium und auch keine puren Abrissbirnen nach Art von Legion of the Damned. Stattdessen gibt es eine Menge unüblicher Tempowechsel und Rhythmen und einen Sänger der von leicht nöligem, melodischen Klargesang, vor allem in den langsameren Passagen, über wütendes Gebrüll bis zu infernalischen Schreien alle Facetten gleich gut auszufüllen vermag. Daneben bleibt in jedem Lied Raum für längere Instrumentalpassagen und zusätzlich wird der Sound im Hintergrund oft durch einen Dröhn-Vorhang begleitet, der etwas an Bands a la Mastodon erinnert. Ob man Enemy of the Sun jetzt wie die durchaus vergleichbaren Grip Inc. unter Post-Thrash bzw. Neo-Thrash Metal einordnet oder Progressive Thrash Metal nennt, bleibt jedem selbst überlassen. Ungewöhnlich und außergewöhnlich gut ist es allemal. Textlich geht es auf „Shadows“ um innere Kämpfe und die Probleme der Gesellschaft, aber musikalisch will man die einzelnen Lieder eigentlich nicht gegeneinander aufrechnen, weil es zum einen keine Ausfälle zu verzeichnen gibt und zum anderen das Grundgerüst der Lieder trotz aller Gitarrensoli und flexibel eingesetzter Stakkatodrums oft ähnlich wirkt. Das empfinde ich auch als einzigen kleinen Schwachpunkt auf dem ganzen Album. Herausragend sind für mich Carousel mit dem Gänsehautrefrain und Liar, was vielleicht nicht nur der Qualität der Lieder geschuldet ist, sondern auch der Tatsache, dass diese beiden sich deutlicher von der übrigen Menge an großartigen Liedern absetzen. Anhören sollte sich das Album jeder, der empfänglich für neue mutige Ideen im Metal ist und jeder, für den Thrash Metal nicht bei Kreator anfängt und bei Slayer aufhört. Jeder, der Grip Inc. auch nur irgendwie gut findet, MUSS es sich anhören! Bei einigen namhaften Bands, die für 2008 ein neues Album angekündigt haben, wäre ich sehr überrascht, wenn sie dieses Album hier übertrumpfen könnten. Wertung: 9 / 10 Punkte Weitere Informationen: VÖ-Jahr: 2007 Jules Näveri – Gesang 01. Emptiness (3:47) |
| Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 12. Februar 2008 um 12:27 Uhr |




