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Legion of the Damned - Feel the Blade PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Dominik A. Klein   
Sonntag, den 10. Februar 2008 um 15:23 Uhr

Mit ihrem neuen Album "Feel the Blade" covern sich Legion of the Damned selbst. Die CD ist größtenteils eine Neuauflage des 2004 noch unter dem alten Bandnamen Occult veröffentlichten "Elegy for the Weak". Ob dieses Recycling reicht, um die durch das letzte Album geweckten, hohen Erwartungen zu befriedigen oder ob mit B-Sides Kohle gemacht werden soll, könnt ihr hier lesen.

Legion of the Damned - Feel the Blade CoverSeit dem Namenswechsel in Legion of the Damned stieg der Erfolg des holländischen Quartetts deutlich an. Die neue Bekannheit soll nun genutzt werden, auch das damals viel zu wenig beachtete letzte Album unter dem Namen Occult einer breiteren Masse vorzustellen. Soviel vorweg: Die Qualität von "Feel the Blade" rechtfertigt diesen ungewöhnlichen Schritt vollkommen. Einzig wer damals schon bei "Elegy for the Weak" zugegriffen hat sollte überdenken, ob sich diese Neuauflage für ihn lohnt.

Mit dem Opener Nuclear Torment gehts direkt ungebremst rein ins Geknüppel, eine mehrfach anschwellende Aggressionswelle überrollt den Hörer. Nocturnal Predator startet mit einem temperamentvoll stimmigen Prelude, spätestens jetzt sind die Gehörgänge autobahnbreit-getreten. LotD liefern hier beste Argumente gegen Tempolimits auf unseren Autobahnen. Auf dieser Scheibe werden wirklich keine Gefangenen gemacht. KILL, das ist bei Slaughtering the Pigs das zentrale Motiv. Weiter gehts mit Slut of Sodom - für mehr als nur einen Quicki. Auch hier wird herrlich draufgeknüppelt. Nach mittlerweile einer viertelstunde kompromisslosem brutal thrash kommt mit dem titelgebenden Stück Feel the Blade nun zur richtigen Zeit zum ersten Mal passagenweise ein wenig Erholung in die Komposition.

Alles tot, Album zu Ende? Nein, Gott sei Dank noch nicht, nach dem unnötigen Zwischenspiel Expire freuen wir uns auf die Rückkehr der Untoten. Warbeast beschleunigt von 0 zurück auf 100. Ich fühle mich zunächst wie ein ahnungslos Wartender am Bahnhof, dem auf einmal ein ungebremster ICE mit 300 Sachen die Kippe aus der Fresse reißt. Beim nächsten Highspeed-Zug Disturbing the Dead steige ich aber wieder voll mit ein. Obsessed by the Grave ist wieder eine Granate, diesmal mit im Midtempo gehaltenem Refrain.

Reapers Call überrascht den Hörer mit groovige Bassrhythmen und lässt mit seinem Tempo ausnahmsweise auch ungeübteren Mattenschwingern eine Chance sich auszuleben, ohne einen steifen Nacken zu riskieren. Anspieltipp für alle Metal DJs mit gemischtem Publikum.

Alles was jetzt noch kommt ist Bonus. Wer es bis hierher geschafft hat, den knüppelt so schnell nichts aus dem Sattel und er wird auch den wilden Hengst Last Command mühelos bereiten können. Auf weiterhin höchster Qualität knüppelt sich die CD mit Mask of Terror dem Ende zu. Was zuletzt bleibt ist ein seeliges Lächeln wie nach wildem, guten Sex im Gesicht des Hörers. Zum Nachspiel krault Chronic Infection noch einmal die Gehörgänge. Sogar ein Gitarrensolo hat sich in den Mittelteil eingeschlichen.

Insgesamt ist das große Plus dieses Albums seine kompromisslose Härte, die trotz fehlender clean Akustik Elemente nie langweilig wird. Es kann über die gesamte Spieldauer begeistern. Wer Werke von Slayer und Destruction mag, der wird "Feel the Blade" lieben. LotD haben es also wieder geschafft, bereits im Januar ein Highlight für 2008 zu präsentieren. Dafür bekommen sie verdiente 9 / 10 Punkte.

Wertung:
9 / 10 Punkte

Weitere Informationen:

VÖ-Jahr: 2008
Spielzeit:
51:41 min
Genre: Thrash Metal
Label: Massacre Records
Homepage: http://www.legionofthedamned.net/

Besetzung:

Maurice Swinkels - Gesang
Richard Ebisch - Gitarre
Harold Gielen - Bass
Erik Fleuren - Schlagzeug

Titelliste:

01. Nuclear Torment (3:44)
02. Nocturnal Predator (4:12)
03. Slaughtering the Pigs (4:19)
04. Slut of Sodom (3:45)
05. Feel the Blade (4:18)
06. Expire (2:23)
07. Warbeast (2:57)
08. Disturbing the Dead (3:27)
09. Obsessed by the Grave (5:12)
10. Reapers Call (3:20)
11. Last Command (5:17)
12. Mask of Terror (4:33)
13. Chronic Infection (4:09)

 

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 12. Februar 2008 um 00:10 Uhr