| Spellbound - Nemesis 2665 |
|
|
|
| Geschrieben von: Florian Schöler |
| Freitag, den 04. Januar 2008 um 21:51 Uhr |
Thrash Metal aus Deutschland, das klingt dank Bands wie Destruction, Kreator und Sodom nach Qualität. Können Spellbound da mithalten? Es gibt Alben, zu denen kann man Geschichten erzählen. Dieses ist so eines. Gekauft habe ich mir die Scheibe nämlich nicht im Laden oder online, sondern auf dem W:O:A 2007. Ich saß mit ein paar Leuten bei uns auf dem Campinggelände, als zwei Kerle auf uns zu kamen und der eine fragte: "Ihr steht doch bestimmt auf Thrash Metal?" Der andere zeigte daraufhin auf mich und meinte nur: "Da fragst du noch?" Anmerkung meinerseits: Ich trug zu diesem Zeitpunkt mein Metallica T-Shirt mit dem Ride the Lightning Cover. Die Jungs stellten sich dann als Dave und Andy von Spellbound vor und offerierten uns ihre CD, die ich auch spontan gekauft habe. Warum? Aus zwei Gründen. Erstens fand ich die Aktion an sich sehr gut, zweitens machten Dave und Andy direkt einen sehr sympathischen Eindruck. Gehört hatte ich die CD zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht. Aber nun genug der Vorrede, kommen wir zum wichtigen Teil, der Musik.Diese begrüßt einen im ersten Lied "Pernicious Alliance" direkt mit einem satten Schlagzeug, das kurz darauf von einer Gitarre ergänzt wird, bevor sich schließlich Daves Gesang dazu gesellt, der angenehm rau, aber nicht zu rau klingt. Der Titel ist noch kein echter Kracher, zumal für Thrash-Verhältnisse eher langsam gespielt, weckt aber die Vorfreude auf das, was da noch kommen mag. Leider verfliegt diese vorfreude nur schon recht bald wieder, da die weiteren Titel in die selbe Kerbe schlagen: Fetter Sound, sauber gespielter Thrash, passendes Geschrei, aber leider keine überraschenden Momente. So hört man sich durch die ersten vier Titel, bevor sich dann mit "In Mourning" ein Instrumental dazwischen mogelt. Dieses passt nicht so ganz in das Bild des restlichen Albums und hätte auch rausgelassen werden können. Anschließend gibt es mit "Mindfucked", das mein persönlicher Favorit des Albums ist, und "Back In The Thrash" noch zwei etwäs schnellere Titel und "The Sharks' Voracity", das wieder mehr an die ersten Titel angelehnt ist, bevor das Album mit dem 9:52 Min (über)langen "Celestial Death / The Nemesis" offiziell beendet wird. Zum Abschluss gibt es als Bonus mit "And Then There Were None" noch ein Cover vom 1985er Exodus Album "Bonded by Blood", welches mir sogar fast besser gefällt als das Original. Insgesamt kann man dieses Album wohl in einem Wort zusammenfassen: Grundsolide. Genau dieses Wort fällt einem beim Hören des Albums immer wieder ein. Nemesis 2665 hat einen satten Klang, technisch sauber gespielten Thrash, der schön nach Old-School klingt und einen angenehm rauen Gesang. Allerdings klingt das Album zu keinem Zeitpunkt wirklich überraschend. Wertung: 7 / 10 Punkte Weitere Informationen: VÖ-Jahr: 2007 Spielzeit: 52:15 min Genre: Thrash Metal Label: Armageddon Music Homepage: htp://www.spellboundalliance.de Besetzung: Dave Maier - Gesang, Gitarre Daniel Tschoepe - Gitarre Hannes Jäger - Bass Andy Flache - Schlagzeug Titelliste: 01. Pernicious Alliance (4:57) 02. Demony Deadly Sins (4:44) 03. Unsacred (5:08) 04. Look Through The Wall (4:52) 05. In Mourning (1:23) 06. Mindfucked (7:14) 07. The Sharks' Voracity (4:29) 08. Back In The Thrash (5:34) 09. Celestial Death / The Nemesis (9:52) 10. And Then There Were None (Bonus Track) (4:09) |
| Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 04. Januar 2008 um 21:54 Uhr |




Es gibt Alben, zu denen kann man Geschichten erzählen. Dieses ist so eines. Gekauft habe ich mir die Scheibe nämlich nicht im Laden oder online, sondern auf dem W:O:A 2007. Ich saß mit ein paar Leuten bei uns auf dem Campinggelände, als zwei Kerle auf uns zu kamen und der eine fragte: "Ihr steht doch bestimmt auf Thrash Metal?" Der andere zeigte daraufhin auf mich und meinte nur: "Da fragst du noch?" Anmerkung meinerseits: Ich trug zu diesem Zeitpunkt mein Metallica T-Shirt mit dem Ride the Lightning Cover. Die Jungs stellten sich dann als Dave und Andy von Spellbound vor und offerierten uns ihre CD, die ich auch spontan gekauft habe. Warum? Aus zwei Gründen. Erstens fand ich die Aktion an sich sehr gut, zweitens machten Dave und Andy direkt einen sehr sympathischen Eindruck. Gehört hatte ich die CD zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht. Aber nun genug der Vorrede, kommen wir zum wichtigen Teil, der Musik.