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Arch Enemy - Rise of the Tyrant PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Florian Schöler   
Mittwoch, den 02. Januar 2008 um 21:43 Uhr

Da sind sie wieder, Arch Enemy. Zwei Jahre nach "Doomsday Machine" bringen diese ihr neues Werk "Rise of the Tyrant" heraus. Lest hier, ob es die gewohnt hohe Arch Enemy Qualität hat, oder vielleicht doch einen Tiefpunkt in ihrem Schaffen darstellt.

Arch Enemy - Rist of the TyrantDie Sirene, mit der der Opener "Blood On Your Hands" eingeleitet wird, stimmt optimal auf die folgenden 4:41 Minuten ein und geht direkt in ein schnelles Schlagzeug-Spiel über, sodass sich schon nach wenigen Sekunden ein Grinsen im Gesicht breit macht. Das Lied verliert auch im weiteren Verlauf nicht an Tempo, lediglich während des Refrains wird es etwas melodischer. Nach ca. 2/3 des Liedes gibt es noch einige schöne Gitarren-Soli zu hören. Was für ein Beginn eines Albums und für mich zugleich auch schon das Highlight dieser Scheibe.  Im Anschluss folgt "The Last Enemy", das das Tempo des Vorgängersongs aufnimmt und mit einer schönen Double Bass Einlage zu Beginn weiterführt. Auch hier gibt es die volle Ladung auf das Gehör. Angela holt alles aus ihren Stimmbändern heraus und wechselt zwischen tiefen Growls und höherem Geschrei. Weiter geht es mit "I Will Live Again", das schon zu Beginn wesentlich ruhiger anmutet, als die ersten beiden Lieder und dies auch im weiteren Verlauf durchzieht. Insegesamt fehlt es hier allerdings ein wenig an Spritzigkeit, das Lied wirkt recht durchschnittlich. Ein Manko, das "in This Shallow Grave" nicht hat. Es geht wieder voll zur Sache und auch hier zeigt Angela wieder, was sie stimmlich zu bieten hat und das ist eine ganze Menge. "Revolution Begins" ist wieder ein melodischerer Titel, der allerdings nicht so lustlos wirkt, wie noch "I Will Live Again". Darauf folgt der Titelsong "Rise Of The Tyrant", welcher mit einem Voice-Intro beginnt, das man auch gut hätte weglassen können. Danach gibt es aber wieder die volle Packung aus schnellem Drumming, schönen Gitarren (begleitet durch einige Soli) und Angelas lieblicher Stimme. Der Refrain ist auch hier wieder melodischer geraten. Nach diesem Kracher gibt es erstmal eine kleine Verschnaufpause bei "The Day You Died", das wieder deutlich weniger knüppelig daherkommt, mit seinen 4:53 min Spielzeit allerdings ein wenig gestreckt wirkt. Die Verschnaufpause wird anschließend mit dem Instrumental "Intermezzo Liberté" weitergeführt, das zwar ein netter Lückenfüller ist und durch solide Arbeit an den Instrumenten überzeugt, aber ansonsten keine besonderen Momente aufweist. Dem Ende des Albums entgegen geht es im Anschluss mit "Night Falls Fast". Wiederum ein sehr solider Titel, allerdings keiner, der unbedingt im Gedächtnis hängen bleibt. Das vorletzte Stück ist "The Great Darkness", das trotz des Titels definitiv seine hellen Momente hat. Besonders hervorheben möchte ich hier den Gesang, die Refrainzeile "the great darkness" bringt Angela mit ebensolcher Stimmlage herüber, um kurz darauf wieder einen hellen Schrei ertönen zu lassen. Den Abschluss bildet der Song "Vultures". Eingeleitet von einem kleinen Gitarren Solo geht der Song über in ein schönes Zusammenspiel aus Gitarren und Schlagzeug, ehe dann der wie gewohnt gute Gesang dazu stößt. Eine schöne Refrain-Melodie rundet den Titel ab.

Ein Plus abseits der Musik bekommt das Album für das sehr schicke Booklet. Dieses ist nicht nur schön anzusehen, sondern auch anzufühlen, es ist nämlich auf recht dickem Papier gedruckt, was einen durchaus edlen Eindruck vermittelt. Wie es sich gehört, sind alle Liedtexte mit abgedruckt.

Arch Enemy legen mit "Rise of the Tyrant" ein Album vor, das sich sehen bzw. hören lassen kann. Es leistet sich nur wenige Schwächen, hat allerdings auch keine "Musst du unbedingt gehört haben"-Momente zu bieten. Technisch sauberer, auf hohem Niveau gespielter Melodic Death Metal, mit einigen schönen Gitarren-Soli.

Der Bonusausgabe des Albums liegt noch eine Mini-DVD bei, die allerdings lediglich die Aufnahmen von zwei Live-Songs und ein wenig interessantes "Tour Movie" der Südamerika Tour bietet. Diese ist also eher für Sammler interessant und hat keinen wirklichen Mehrwert.

Wertung:
8 / 10 Punkte

Weitere Informationen: 

 VÖ-Jahr: 2007
Spielzeit: 48:32 min
Genre: Melodic Death Metal
Label: Century Media
Homepage: http://www.archenemy.net/

Besetzung:
Angela Gossow – Gesang
Michael Amott – Gitarre
Christopher Amott – Gitarre
Sharlee D’Angelo – Bass
Daniel Erlandsson – Schlagzeug

Titelliste:
01. Blood On Your Hands (4:41)
02. The Last Enemy (4:16)
03. I Will Live Again (3:32)
04. In This Shallow Grave (4:54)
05. Revolution Begins (4:12)
06. Rise Of The Tyrant (4:34)
07. The Day You Died (4:53)
08. Intermezzo Liberté (2:51)
09. Night Falls Fast (3:18)
10. The Great Darkness (4:47)
11. Vultures (4:47)

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 02. Januar 2008 um 22:05 Uhr